Small Balkan Trip

Ich sah ein Bericht von der wunderschönen Altstadt von Dubrovnik in Kroatien. Da ich noch Überstunden hatte nahm ich mir ein paar Tage frei und machte mich auf den Weg in Richtung Süden. Mein ersten Halt machte ich bei Eisenach, um ein Blick auf die Wartburg zu werfen. Den größten Teil der Stecke in  Deutschland legte ich an diesem Tag auf der Autobahn zurück. Mein  Ziel war der kleine Ort Inzell in Bayern. Dort fand ich ein Platz , wo ich mein Zelt aufschlagen konnte.

Am nächsten Morgen begrüßte mich das Wetter mit ein bedeckten Himmel. Ich packte alles zusammen und fuhr von Inzell in Richtung Österreich. Mein Navi leiteten mich durch die grandiosen Alpenlandschaften von Österreich und führt mich zu der Autoschleuse  Tauernbahn. Dort musste ich mein Motorrad auf ein Zug verladen. Der Zug legte eine Strecke von 12km zurück, die nur durch ein Tunnel führte.

 

Nach einer Fahrt von 15 Minuten war ich auf der anderen Seite des Gebirgszugs. Danach ging es weiter durch das schöne Österreich auf zwei Rädern. Die Route führte mich auch durch ein kleines Stück von Italien. Am Lago del Predilein machte ich eine Pause und genoss den Ausblick auf den See.

Von Italien ging es direkt in den Nationalpark Triglav nach Slowenien hinein. Slowenien begrüßte mich mit ein wunderschöne Blick in ein Tal und auf eine verfallende Burg. Ich fuhr weiter der Sonne und Wärme entgegen entlang des türkisblauen Flusses Soča.

Am Abenden erreichte ich die kroatische Ardria Küste, wo ich mir ein Zeltplatz direkt am Meer suchte. Von nun an fuhr ich auf der längsten kroatische Nationalstraße D8(Jadranska Magistrala). Diese Straße schlängelte sich entlang der Adriaküste.

Die D8 führte mich direkt nach Dubrovnik. Es war ein angenehmes fahren auf dieser Straße.  Es gab viele kleine einsame Badebuchten mit türkisblauen Wasser, was ich auch ausgenutzt habe, weil die Tagestemperatur um 28 °C lag.

Ein schönes weiteres Ziel was auf meiner Route war, war der Krka Nationalpark. In diesem Park befinden sich berühmte Wasserfälle, die auch für manche Filmproduktion als Filmkulisse diente.

Immer wieder machte ich eine kurze Pause , um die Umgebung zu genießen. Rechts war das Meer und links zogen sich Bergketten entlang der Küste.

Langsam kam ich mein Ziel immer näher, die Stadt Dubrovnik. Als ich in der Gegend der Stadt war, suchte ich mir ein Platz, um die Altstadt von oben zu fotografieren. Über eine kleine Nebenstraße gelang ich auf ein Berg. Von dort hatte man ein guten Blick auf die Stadt. Danach machte ich mich  auf den Weg zur Altstadt. In der Altstadt folgte ich zuerst nur den Menschmasse, um mir eine Überblick zu verschaffen. Danach kaufte ich mir eine Eintrittskarte, um auf der Stadtmauer entlang gehen zu können. Von dieser Position hatte man die beste Perspektive auf die vielen kleinen Gassen und Häuser, die sich in der Stadt befanden.

Nach der Altstadtbesichtigung ging es weiter nach Bosnien und Herzegowina. Über ein klein Grenzposten kam ich in das Land hinein. Anschließend fuhr ich über eine Hochebene, wo mir von weiten schon tiefschwarze Wolken entgegen kamen. Ich hoffte, dass ich nicht in diese Richtung fahren werden, aber es ging genau in das Unwetter hinein. Leider war es zu spät die Regensachen anzuziehen, und somit wurde ich nass bis auf die Haut. Mit nassen Sachen fuhr ich weiter auf der M20 in Richtung Sarajevo.

Die M20 führte mich durch den Nationalpark Sutjeska. Es war fantastisch durch diese Landschaft zu fahren. Ich brauchte für 200km 9 Stunden und war fast nur alleine unterwegs.  So viele Kurven wie hier waren, bin ich nicht einmal in Norwegen gefahren. Ständig musste man das Motorrad von einer Seite zur anderen Seiten bewegen, um durch die Kurven zu gleiten. Beinahe ist mir das Kurven fahren zum Verhängnis geworden, weil ich dabei eine Ölspur übersah. Aber zum Glück ist mir nichts passiert. Lediglich war  mir kurz das Hinterrad  weggerutscht und nach ein paar Schaukelbewegungen konnte ich die Maschine wieder abfangen. Ein Auto hat nicht so viel Glück, wie ich. Es war gegen ein Felsen am Straßenrand geknallt und hat sich dabei die rechte vordere Autoseite beschädigt. Zum Glück war dem Fahrer nicht passiert und die Polizei war auch schon da. Danach fuhr ich erstmal etwas gemäßigter weiter auf der M20,  bis ich auf die M18 wechselte. Auf der M18 fuhr ich  dann bis zu kroatischen Grenzen.  Da es schon langsam dunkel wurde suchte ich mir bei Tuzla ein nettes Hotel, um meine Sachen zu trocken, und mir eine warme Dusche zu gönnen. Erst später bemerkte ich, dass das Hotel genau gegenüber  eine Moschee war. So wurde ich am nächsten Tag  freundlich vom Muezzin geweckt.

Das zweite Mal fuhr ich nun durch Kroatien, aber dieses Mal war die Umgebung völlig anderes. Nun prägten flache Landstriche mit Feldern und Wiesen das Landschaftsbild. Ich fuhr in  Richtung Ungarn, weil ich nach Siofok am Balaton wollte. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt  ging es weiter nach Pannonhalma. In Pannonhalma befindet sich das Benediktinerkloster auf den Martinsberg. Es war schon eine Weile her, wo ich  das letzte Mal hier war. Daher wollte ich  schon seit langem mal wieder  bei dem Kloster  vorbeischauen.

In Pannonhalma übernachtete ich auf den Zeltplatz und fuhr dann weiter in Richtung Polen. Dabei überquerte ich die Donau und fuhr durch die  Slowakei und ein  kurzes Stück durch die Tschechische Republik. Mein Ziel war der Ort Oświęcim in Polen, wo ich die Konzentrationslager besuchte.

Über die Autobahn ging dann durch Polen nach Berlin, wo ich zwei Tage entspannte, um dann weiter nach Hamburg zu fahren. Nach ca. 4000 km und 9 Tage war ich dann wieder zurück in Hamburg.

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