Los geht’s! Around Baltic Sea

2 Motorradfahrer, 4 Wochen , ca. 10000km: Das wird ein Spaß!

Die erste Etappe erfoglreich beendet: Rauen nach Hamburg. (409 km)

Dänemark

Es ging rasant über die Autobahn durch Dänemark. Die Mittagspause legten wir bei der Storebæltsbroen (Die Brücke über den Großen Belt) ein.

Nach einer Stärkung ging es weiter nach Kopenhagen. Dort haben wir eine kleine Runde auf den Spuren der Olsenbande gemacht und Orte besucht  wie das Gefängnis wo Egon immer eingesperrt wurde , die Straße wo Kjeld seine Wohnung hatte, das Polizeipräsidium und die Börse. Des Weiteren haben wir den weltbekannten Vergnügungs- und Erholungspark Tivoli und das Kastell gesehen. Was bei einem Besuch in Kopenhagen nicht fehlen darf ist natürlich die kleine Meerjungfrau, also sind wir dort auch noch vorbeigefahren.

 Schweden

Über die Öresundbrücke gelangten wir nach Schweden. Es war schon spät und daher suchten wir uns ein gemütliches Plätzen zum Übernachten. Nicht weit von der Autobahn fanden wir einen passenden Ort in der Wildnis. Nach einer geruhsamen Nacht fuhren wir weiter nach Vimmerby. Dort wurde die berühmte Schriftstellerin Astrid Lindgren geboren. Heute  befindet sich dort ein Freizeitpark, wo zum Beispiel die Villa Kunterbund von Pippi Langstrumpf nachgebaut ist. In der ganzen Umgebung um Vimmerby befinden sich Orte, die in den Büchern von Astrid Lindgren einen Platz fanden. Daher war in der Nähe dort auch der Drehort für die Kinderserie  Michel aus Lönneberga. Der Katthullt Hof kann besichtigt werden und das haben wir auch gemacht.

Von Vimmerby fuhren wir dann weiter nach Berg(Linköping), wo sich eine Schleusentreppe befindet. Die Schleusen ermöglichen den Schiffen die Fahrt durch den Göta-Kanal.

Über die Autobahn ging es weiter in das Zentrum von Stockholm, wo wie wir eine Runde drehten.

Norwegen

In Richtung Oslo fuhren wir am Vänern See vorbei.

In Oslo selber schauten wir uns das Schloss, Die Festung Akershus , die neue Oper und den Hafen an. Auf einem Campingplatz bei Drammen haben wir uns dann einquartiert.  Am Morgen fuhren wir Richtung Westen, um in das Hochgebirge zu kommen. Bei  Edland bogen wir auf die 9 in Richtung Kristiansand. Auf diesem Weg durchquerten wir eine schöne Hochebene, die viel Schnee zu bieten hatte.

Nicht weit vom kleinen Örtchen Ärdalsfjorden buchten wir uns wieder auf ein Camping Platz ein. Am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Kristiansand, wo wir auch am Nachmittag eintrafen. Dort besuchten wir das Kanonenmuseum mit der zweitgrößten Kanone, die jemals am Land montiert wurde.

Aus Kristiansand heraus ging es nur noch in Richtung Norden. Über die E39 in Richtung Stavanger. Wir wollten aber nicht nur auf der Hauptstraße fahren, weil das langweilig ist. Somit bogen wir bei Flekkefjord auf eine Nebenstraße ab, die 44. Es ging durch atemberaubende Landschaften. Nach jeder  Kurve hatte sich die Umgebung wieder verändert.

Unser Ziel dieses Tages war der Ort Lysebotn, wo wir auf einem Campingplatz die Nacht verbringen wollten. Lysebotn liegt in dem Lysefjord. Um dort hinzukommen mussten wir wieder durch das Hochgebirge mit viel Schnee. Zudem hatte die Straße viele Serpentin, die die Biker lieben. Es ging in kürzester Strecke von 935 m auf 0 herunter. Unten am Fjord angekommen checkten wir auf den Campingplatz ein.

Am Tag darauf fuhren wir dann das erste Mal mit einer Fähre, um zum Preikestol(Klippe) zu gelangen. Die Klippe erreichte man über einen Wanderweg. Die Strecke betrug 3.8 km, die nur nach oben ging. Aber der Ausblick in den Lysfjord, von der Klippe, entschädigte für die Mühen.    Kilometerstand(3261 km)

…weiter in den Norden Norwegens

In der zweiten Woche sind wir mittlerweile im hohen Norden Norwegens  angekommen. Der Weg führte uns von Preikestolen nach dem Städtchen Bergen. Nach einem Rundgang fuhren wir weiter bis Voss, um eine Campingplatz anzusteuern. Wir haben leider vergessen, dass in Norwegen auch die Leute Pfingsten frei haben. Daher waren die Campingplätze alle gut besucht, aber wir fanden noch ein kleines freies Stück Rasen. Jetzt sollte das nächste Highlight kommen der Geirangerfjorde. Doch leider waren die beiden Zufahrtsstraßen zum Geirangerfjorde gesperrt.

Somit änderten wir die Route ein wenig ab und fuhren wieder ins Tal, wo wir uns eine Wiese zum Übernachten suchten. Am folgenden Tag fuhren wir in Richtung Alesund und schauten uns vom Stadtberg die Stadt von oben an.

Entlang dem Atlantic Highway zwischen Bud und Kristiansund ging es dann in Richtung Trondheim. In Trondheim angekommen sahen wir, bei einem Rundgang, den Dom und die Festung.

 Jetzt ging es richtig in Norden, was man auch an den Temperaturen merkte. ( Die 0°C waren nicht weit!) Nahe dem Polarkreis haben wir uns dann für die Nacht eine kleine Hütte genommen und den Tag bei einer Tasse Tee ausklingen lassen (Sonnenuntergang 23.37 Uhr/ Sonnenaufgang 2.31 Uhr). Am Polarkreis angekommen machten wir das obligatorische Foto und fuhren weiter im Schneeregen zur Fähren nach Bodö.

Die Fähre brachte uns auf die Lofoten.

Nachdem es den Vormittag regnete und es zum späten Nachmittag auflockerte, stellten wir uns die Frage, ob wir noch weiter fahren sollten. Da es immer besser wurde, fuhren wir dann auch los. Es ging zuerst an die südlichste Spitze der Lofoten, um dann diese komplett zu überfahren. Aus dieser Fahrt wurde dann schnell eine Fahrt durch die Mitternachtssonne. Daraufhin sind wir dann auch gleich mal bis kurz vor das Nordkap gefahren (das waren anstrengende ca. 18 Stunden fahren !!! )und die Temperatur schwankte wieder um die 0°C.

Nach 14 Tage durch Deutschland, Dänemark, Schweden und Norwegen waren wir nach 6587km am Nordkap angekommen.

Um auf die Insel zu gelangen, wo das Kap ist, muss man durch einen Tunnel fahren, oder man kommt mit dem Schiff. Um den Tunnel benutzen zu dürfen, muss man das erste Mal Maut zahlen. Das zweite Mal auf der Insel, wo wieder Maut entrichtet werden musste ist ca. 300 m vom Nordkap entfernt. Die Maut ist nicht billig und gilt für zwei Tage. Aber wer will hier schon zwei Tage bleiben? Alles diskutieren half nicht, dass wir nur 1Tag hier sein werden.

Am Nordkap ist nicht viel zu sehen, kahle Berge mit Schnee, eine große Kugel und der übliche Ramschladen in dem die Touristen ihre Einkäufe machen sollen. Nach einer Stunde machten wir uns auf dem Weg in dem warmen Süden. Aber um von der Insel wieder herunter zu kommen, mussten wir wieder an der Tunnelmautstation Maut bezahlen. Somit war der Aufenthalt von 1 Stunde Nordkap ein teurer Spaß. Am Abend überquerten wir die Grenze zu Finnland und Norwegen verabschiedete sich mit Regen.

…angekommen in Finnland

Kurz hinter der finnischen Grenze suchten wir uns ein Platz zum Übernachten. Wir wurden fündig an einem kleinen See. Am nächsten Morgen lachte uns die Sonne an und wir machten uns auf den Weg nach Kuusamo. Dort kamen wir gegen 18 Uhr ohne Probleme an. Es war herrlich, mal wieder schneller als 80 km/h fahren zu dürfen.

Finnland Teil 2

In Koli befindet sich ein bekannter Aussichtspunkt in Finnland. Von einem 347m hohen Berg hat man einen wunderschönen Überblick auf den Pielinen See, der von Wäldern umgeben ist. Wir wollten uns diesen Anblick ansehen, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Die ganze Fahrt  war der Himmel grau und es regnet durchlaufend. Trotz den Regensachen kam zumindest ich völlig durchnässt am Aussichtspunkt  an. Es war uns beiden kalt und dieses Mal wollten wir nicht im Zelt übernachten. Was für ein Zufall, dass es genau auf dem Berg ein Hotel gab. Kurzerhand wurde die Kreditkarte gezückt und im Hotel eingecheckt. Somit hatten wir beides den schönen Blick über den See und eine warmen und trocken Ort zum Schlafen.

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgedehntem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Helsinki. In Savonlinna legen wir einen Zwischenstopp ein. Dort befindet sich die  Burg Olavinlinna, die 1475 erbaut wurde.

Als wir das Burggespenst nicht gefunden hatten ging es weiter  vor die Toren Helsinki auf einen Campingplatz. Der Tag begann für unsere Verhältnisse sehr früh, weil wir noch herausfinden mussten wo die Fähre nach Tallin abfuhr und  Helsinki besichtigen wollten. Es war nicht so einfach, aber nach einer Weile fanden wir das richtige Terminal.  Wir erkundigten uns wann die Fähre fährt und machten uns dann auf den Weg in das Zentrum von Helsinki.

Baltikum und Polen

Estland

Die Fähre fuhr planmäßig ab und wir machten es uns in der Heckbar bequem.

In Tallinn angekommen regnet es schon wieder und daher fiel der Rundgang in Tallinn aus.  Wir fuhren gleich weiter in den Süden, wo wir einen kleinen, schönen und ruhigen Campingplatz an der Ostsee fanden.

Lettland

Über Nebenstraßen, die nur aus Sand und Schottersteine bestanden und kleinen Dörfern ging es nach Cesis zur Ruine einer weiteren Ordensburg.

Diese Burg entstand im 13 Jh. und wurde 1577 von Truppen des Iwans des Schrecklichen zerstört. Danach ging es direkt ins Zentrum von Riga.

Litauen

In Litauen war unser erstes Ziel die Hauptstadt Vilnius. Vilnius sah wie alle anderen großen Städte aus. Mehrspurige Straßen, mehrstöckige Häuser, einer Altstadt und viele Menschen prägten das Stadtbild dieser Stadt.

Da sieht die einstige Hauptstadt Trakai des litauischen Reiches schon anders aus. Zudem befindet  sich dort die älteste Wasserburg Europas.

In der Nähe zur polnischen Grenze fanden wir einen Campingplatz. Es war schon spät und wir wollten nicht weiter nach ein Platz suchen. Auf dem Zeltplatz waren wir leider nicht allein. Eine Schulklasse feierte seinen letzten Schultag und somit wurde es eine lange und laute Nacht.

 Polen

Polen haben wir an ein Tag durch den Norden durchquert. Aber wir haben uns dabei noch zwei Sachen angeschaut. Das erste war die Wolfschanze und das zweite war die größte mittelalterliche Burganlage Europas in Malbork . Sie war die mächtigste Burg des Deutschen Ordens und galt als uneinnehmbar.

Finish Around Baltic Sea

Nach drei Wochen und 10212 km kamen wir wieder am Startpunkt in Rauen an.

Auf zur nächsten Tour!

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